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Als Platzangst ist Agoraphobie die klassische Angststörung

Agoraphobie in Zürich – Kognitive Verhaltenstherapie der Platzangst

Der deutsche Psychiater und Neurologe Carl Westphal führte den Begriff Agoraphobie im Jahr 1872 ein als Bezeichnung für die "Furcht vor dem Durchschreiten von Plätzen resp. Strassen". Die altgriechischen Wörter ἀγορά agorá (Marktplatz) und φόβος phóbos (Furcht) setzte er zu dem Wort Agoraphobie zusammen, um diese "Platzfurcht" als Angsterkrankung zu bezeichnen.1  Umgangssprachlich gebräuchlich für die Agoraphobie ist heute der Begriff Platzangst.

Der "phobische Dreiklang" — Agoraphobie, Panikstörung und generalisierte Angststörung

, ein deutscher Psychotherapeut und kognitiver Verhaltenstherapeut, verwandte 2010 den Begriff "phobischer Dreiklang2, um die häufige Verknüpfung von Agoraphobie, Panikstörung und generalisierte Angststörung, die im internationalen Klassifikationssystem ICD-10 alle als Einzelerkrankungen gelistet werden, bei der Psychodiagnostik als ein zusammenhängendes phobisches Erkrankungsgeschehen zu bezeichnen. Die Agoraphobie geht häufig mit einer Panikstörung (Panikattacken, Panikanfälle, Panikzustände) einher. Die plötzlich auftretenden Panikattacken, nach denen die Panikstörung benannt ist, äussern sich in heftigen körperlichen Erregungssymptomen (Herzrasen, Schweissausbrüche, Schwindel, Tunnelblick, Übelkeit, Zittern), die zu Todesangst und Angst vor dem Verrücktwerden führen. Diese Panikattacken treten auf, wenn Agoraphobiker sich einer gefürchteten Situation ausgesetzt sehen, die sich nicht vermeiden lässt und keine Fluchtmöglichkeit bietet. Dem Erregungsmaximum der Panikattacke folgt unvermeidlich die Erschöpfung. Mit jedem Angstanfall und jeder Panikattacke breitet sich die Angst weiter aus. Es entsteht eine Angst vor der Angst. Diese allumfassende Angst und Sorge, wann und wo der nächste Kontrollverlust entstehen könnte, führt mit der Zeit zu einer Generalisierung der Angst, als generalisierte Angststörung bezeichnet, die mit sich mit der Agoraphobie und Panikstörung verbindet.

Vielgestaltigkeit der Agoraphobie – Angst vor Kontrollverlust ohne Fluchtmöglichkeit

Die Agoraphobie beinhaltet neben der namensgebenden Platzangst als der Angst vor weiten Plätzen auch die Angst vor Menschenmengen, vor Fussgängerzonen, Einkaufsstätten, die Angst vor dem Aufenthalt im Restaurant oder Hörsaal sowie die Angst vor dem Reisen allein und mit weiter Entfernung von zu Hause (z.B. Zugfahrten, Flugreisen, Fahren im eigenen Fahrzeug auf der Autobahn). Der phobische Inhalt der Agoraphobie besteht in der Angst und Furcht, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren, wenn das "sichere" Haus verlassen wird und es dabei keine Fluchtmöglichkeit aus der gefürchteten Situation gibt. Mit der Entwicklung einer Agoraphobie, die sich über Jahre hinziehen oder auch sehr schnell vonstatten gehen kann, schränken die Erkrankten ihren Bewegungsradius und Handlungsraum immer mehr ein – bis sie im Extremfall ihr Haus gar nicht mehr verlassen können.

NZZ: Der grösste innerstädtische Platz in Zürich erzeugt eine "Agoraphobie-Seuche"

Auf einem weiten öffentlichen Platz und in grossen urbanen Freiräumen eskaliert die agoraphobische Angst mit der Entfernung zu einem "sicheren" Haus. "Diese Form der Agoraphobie scheint in Zürich besonders zu grassieren, seit der Sechse­läuten­platz von einer Brache zu einem offenen städtischen Raum umgestaltet wurde", berichtete die Presse über "ein Ausbreiten der Agoraphobie-Seuche" in Zürich. 3

Kognitive Psychotherapie bekämpft auch phobische Seuchen wirksam

Als wirksamste Therapieform für die Agoraphobie, die Panikstörung und die generalisierte Angststörung haben sich auch bei seuchenartigem phobischen Auftreten wie in Zürich die kognitive Psychotherapie und kognitive Verhaltenstherapie erwiesen. Allerdings sind bei der Agoraphobie typische Komplikationen zu beachten: "Patienten mit Agoraphobie leiden oft an einer oder mehreren gleichzeitig auftretenden psychiatrischen Erkrankungen wie Depressionen, anderen Angststörungen und Störungen durch Drogenkonsum", 4  weil Alkohol und Medikamente (z.B. Anxiolytika als "Angstlöser") lange Zeit als selbstschädigende Beruhigungsmittel gegen die Angst vor der Angst missbraucht werden, die nur tiefer in die Hölle von Angst, Furcht und Abhängigkeit hineinstossen, anstatt als wirksame Angsttherapie sofort eine kognitive Verhaltenstherapie (auch kognitive Therapie) bei spezialisierten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (stets Verhaltenstherapeuten) für Angststörungen zu wählen. Denn wie bei allen Angststörungen und Phobien können erfahrene Angsttherapeuten, wie z.B. in der Angstambulanz Rapperswil - Schwyz - St. Gallen - Zürich, durch kognitive Verhaltenstherapie auch bei der Agoraphobie regelhaft in durch­schnitt­lich zehn Stunden Psychotherapie oder Coaching zur Freiheit von krankhafter Angst und Panik führen – absolut ohne Medikamente.

Psychotherapie und Verhaltenstherapie der Angstambulanz Rapperswil - Schwyz - St. Gallen - Zürich

 hilft als Psychotherapeut mit über 25 Jahren Berufserfahrung in der Angsttherapie heute den Angstkranken, Panikern und Phobikern in der Angstambulanz Rapperswil - Schwyz - St. Gallen - Zürich durch kognitive Verhaltenstherapie mit psychotherapeutischer Flexibilität und strikter kognitiver Erfolgsfokussierung aus allen Angsterkrankungen, der Panikstörung, der generalisierten Angststörung und den Phobien heraus:

Durch die kognitive Verhaltenstherapie, die die Angstambulanz Rapperswil - Schwyz - St. Gallen - Zürich als Psychotherapie und kognitives Coaching zur erfolgreichen Selbsthilfe anbietet, kann nach zwei Terminen mit zehn Stunden gemeinsamer Arbeit mit dem Psychotherapeuten auf dem Sechseläutenplatz in Zürich, der "mit fast 16 000 Quadratmetern5  der "grösste innerstädtische Platz der Schweiz6  ist, sogleich der Therapieerfolg genossen werden. Zehn Stunden — das ist der geringe Zeitbedarf, den psychotherapeutische Kunst heute durch kognitive Verhaltenstherapie bei Agoraphobie bzw. Platzangst nur noch benötigt.

Erfolgreiche Verhaltenstherapie gab es schon lange vor der Psychoanalyse

In der Brasserie Schiller im historischen Gebäude der Neuen Zürcher Zeitung, direkt am Sechseläutenplatz in Zürich gelegen, kann man an der Goethe Bar die beglückende Befreiung von der Agoraphobie ausklingen lassen. Beim Blick auf die Weite des Sechseläutenplatzes zur Rechten, auf das Opernhaus Zürich und den Zürichsee zur Linken und mit einem "Goethe Plättli" auf dem Tisch, das in der Goethe Bar mit San Daniele Rohschinken, Salami, Coppa, Bresaola und Antipasti serviert wird, darf man sich erinnern, dass der deutsche Grossmeister des klugen Denkens seine eigenen Angststörungen in Straßburg vor über 200 Jahren bereits mit denselben Methoden erfolgreich überwunden hatte, die heute in jedem Lehrbuch für klassische Verhaltenstherapie beschrieben sind. Mit dem Wissen zur Heilung von Angststörungen, über das frühe kognitive Psychotherapeuten und Verhaltenstherapeuten wie Antiphon von Athen, und Goethe bereits verfügten, hätte vielen Angstkranken und Phobikern der groteske Irrweg einer Psychoanalyse als untaugliche Angsttherapie erspart bleiben können.

Johann Wolfgang von Goethe praktizierte seine eigene kognitive Psychotherapie

Nur sehr wenige Menschen besitzen – wie seinerzeit Goethe – die Geisteskraft, die intellektuelle Schärfe und stringente Logik in ihrem Denken, diesen kognitiven Prozess der therapeutischen Selbsterkenntnis und Selbstheilung allein und ohne fremde Hilfe zu vollziehen. Deshalb besteht die kognitive Verhaltenstherapie der Angststörungen aus zwei Teilen: Im kognitiven ersten Teil führt ein kognitiver Psychotherapeut den Phobiker zur Erkenntnis der individuellen lerngeschichtlichen Ursachen seiner Angst und legt die für den Phobiker in der Regel allein nicht erkennbaren phobischen Denkfehler und Verhaltensfehler offen. Zugleich vermittelt dieser kognitive Verhaltenstherapeut in der kognitiven Vorbereitung das mentale Handwerkzeug, um zur Veränderung des Denkens und zum eigenständigen praktischen Üben und Umlernen im Alltag zu befähigen. Im verhaltenstherapeutischen zweiten Teil sind Angstkranke, Paniker und Phobiker bei guten Psychotherapeuten mit dem Wissen aus der kognitiven Vorbereitung in die Lage versetzt, ihre Befreiung von der krankhaften Angst – wie Goethe – allein fortzuführen.

Vor 200 Jahren — Verhaltenstherapie von Goethe wie aus dem Lehrbuch von heute

"Besonders [...] ängstigte mich ein Schwindel, der mich jedesmal befiel, wenn ich von einer Höhe herunter blickte", 7  berichtete Johann Wolfgang von Goethe 1812 aus seinem Leben. Nach der eigenständigen intellektuellen Durchdringung und Selbsterkenntnis seines phobischen Denkens, bei der heute als unverzichtbare kognitive Vorbereitung für die therapeutischen Übungen kognitive Verhaltenstherapeuten behilflich sind, schritt Goethe in Straßburg entschlossen als sein eigener Psychotherapeut zur Verhaltenstherapie: "Ich erstieg ganz allein den höchsten Gipfel des Münsterthurms, und saß [...] wohl eine Viertelstunde lang, bis ich es wagte wieder heraus in die freye Luft zu treten, wo man auf einer Platte, die kaum eine Elle ins Gevierte haben wird, ohne sich sonderlich anhalten zu können, stehend das unendliche Land vor sich sieht [...] Es ist völlig als wenn man sich auf einer Montgolfiere in die Luft erhoben sähe. Dergleichen Angst und Qual wiederholte ich so oft, bis der Eindruck mir ganz gleichgültig ward, und ich habe nachher bey Bergreisen und geologischen Studien, bey großen Bauten, wo ich mit den Zimmerleuten um die Wette über die freyliegenden Balken und über die Gesimse des Gebäudes herlief, [...] von jenen Vorübungen großen Vortheil gezogen.8

1  Westphal, Carl: Die Agoraphobie, eine neuropathische Erscheinung. Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten (Berlin), Februar 1872, Band 3, Heft 1, S. 138–161 [zit. S. 138].
2  : The Liberation from the Prison of Fear. Cambridge, UK: TCI, 2010.
3  Steiner, Urs: Keine Angst vor der Leere. Neue Zürcher Zeitung (Zürich), 03. September 2014.
4  Telch, Michael J.; Cobb, Adam R.; Lancaster, Cynthia L.: Agoraphobia. In: Stefan G. Hofmann (Hrsg.) The Wiley Handbook of Cognitive Behavioral Therapy. Band 3: Jasper A.J. Smits (Hrsg.) Part Two: Specific Disorders. Chichester: Wiley-Blackwell, 2014, 941-978. Im Original auf S. 965: "Patients with agoraphobia often present with one or more co-occurring psychiatric conditions such as depression, other anxiety disorders, and substance use disorders".
5  Sechseläutenplatz wird am 22. April 2014 eingeweiht. Stadt Zürich, Medienmitteilung, 15. Januar 2014.
6  Sechseläuten-Platz: Jetzt werden die Steine verlegt. Tagesanzeiger (Zürich), 02. April 2013.
7  Goethe, Johann Wolfgang von: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Zweyter Theil. Tübingen: J. G. Cottaische Buchhandlung, 1812, S. 388.
8  Goethe a.a.O. S. 388-389 [Text unverändert wie im Original von 1812].

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* Millionen Menschen leiden heute an Angststörungen und Phobien, die in der Gesellschaft und in der Wirtschaft Milliarden US$ an Kosten verursachen sowie den Angstkranken und Phobikern erhebliche Einschränkungen bei der gesellschaftliche Teilhabe und unermessliches Leid zufügen. Gleichzeitig sind Angsterkrankungen und Phobien die in der Psychotherapie-Praxis am besten und am schnellsten zu behandelnden psychischen Störungen unserer Zeit. Diese Website ist Teil der Online-Psychotherapie-Initiative zur öffentlichen Aufklärung über die nach dem Stand der Wissenschaft für Angststörungen, Panikstörung, generalisierte Angststörung, soziale Phobie (soziale Angststörung) und isolierte Phobien durch kognitive Psychotherapie und kognitive Verhaltenstherapie heute mögliche Heilung in zehn Stunden. Allerdings be­fin­det sich dieses Projekt zur Online-Information über die Psychotherapie bei Angst, Angststörungen und Phobien noch in der Entwicklung und Bearbeitung durch die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Die beteiligten Psychotherapeuten begrüssen jede Unterstützung bei der gesellschaftlich wünschenswerten Aufklärung über psychische Störungen und deren wirksame Psychotherapie und kognitive Verhaltenstherapie. Hierfür sind die Psychotherapeuten erreichbar über den unten genannten E-Mail-Kontakt von Psychotherapie Ltd. Empfehlungen, Therapieplätze oder Termine für eine Psychotherapie-Praxis oder Angstambulanz werden nicht vermittelt. Aufklärung und Information der Online-Psychotherapie-Initiative können nicht die Konsultation bei einem Arzt oder Psychotherapeuten ersetzen.